Retargeting per Banner

Klassisches Retargeting

Definition

RetargetingAls Retargeting (oft auch Remarketing) wird im Online Marketing ein Verfahren bezeichnet, bei dem ein Besucher einer Internetseite mit einem Cookie markiert und im Anschluss auf anderen Webseiten mit gezielter, interessensbasierter Werbung angesprochen wird. Das Verfahren wird oft bei Webshops verwendet, mit dem Ziel die Bestellquote zu erhöhen.

Technische Funktionsweise Retargeting per Banner

Retargeting basiert technisch auf der Verwendung von Cookies eines Adservers (automatisiertes Anzeigenverwaltungssystem). In den Quellcode der Webseite wird ein sogenanntes „Pixel“ eingebaut. Hierbei handelt es sich um eine kleine Codezeile, die auf dem Rechner des Besuchers einen Cookie setzt. Über das Cookie werden Informationen wie Produktklicks registriert und an den Adserver übergeben. Dieser koordiniert damit die Auslieferung der Werbeanzeigen, die dem User angezeigt werden. Surft der User anschließend auf einer anderen Webseite, auf der Werbung mit Hilfe des gleichen Adservers geschaltet wird, kann dieser das Cookie auslesen und auf den Besucher passende Werbung einspielen. Beispielsweise wird ihm ein Produkt gezeigt, das er zuvor angeklickt, aber nicht gekauft hat. Oder ihm werden ähnliche Produkte und Dienstleistungen vorgeschlagen.

Vorteile

Online-Shops und Unternehmen können mit Hilfe von Retargeting mehr potentielle Kunden zum Kaufabschluss bewegen. Die Werbeanzeigen können mit dieser Methode sehr genau und gezielt gesteuert werden und sind noch dazu im Vergleich zu den üblichen Display-Anzeigen relativ günstig.

Nachteile

  • Retargeting per Banner setzt voraus, dass der Besucher Cookies zulässt.
  • Durch Ad Blocker gehen ca. 40 – 60 % der Werbeeinblendungen verloren
  • Die Banner erscheinen häufig in einem unkontrollierten Werbeumfeld, was sich auch negativ auf das Image auswirken kann.
  • Die Banner sind teilweise blinkend und unattraktiv gestaltet, was sich ebenfalls auf das Image auswirken kann.
  • Die User fühlen sich zum Teil durch die Banner verfolgt und ausspioniert.
  • Die Banner erhalten relativ wenig Aufmerksamkeit durch den Betrachter.

Kritik

Retargeting wird häufig kritisiert, da sich viele User ausspioniert fühlen, wenn sie Anzeigen von Produkten angezeigt bekommen, die sie kurz vorher angeklickt haben. Beim Retargeting werden enorm viele Daten gesammelt und damit Nutzerprofile erstellt, die hinterher für Werbeeinblendungen verwendet werden. Die User fühlen sich dadurch in ihrer Privatsphäre eingeschränkt.

Aus Sicht des Datenschutzes ist Retargeting umstritten, da Nutzerprofile durch Datenklau oder Hacking auch von Kriminellen genutzt werden können. Außerdem haben User oftmals keine Möglichkeit, sich gegen die Verwendung von Cookies zu wehren. In Europa hat der Gesetzgeber allerdings bereits 2009 darauf reagiert und eine E-Privacy Richtlinie zum Umgang mit Cookies herausgegeben.

Retargeting bei AGNITAS per E-Mail

AGNITAS bietet Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, Ihre Besucher nachträglich mit den relevanten Produkten zu konfrontieren. Hierbei werden die Produkte jedoch nicht per Banner angeboten, sondern per E-Mail. Das bietet zahlreiche Vorteile, z.B. Sie steuern, wann und wie oft der Besucher mit den Produkten in Kontakt kommt, Ihre Produkte erhalten die volle Aufmerksamkeit, da sie die Fläche nicht mit anderen Werbebannern teilen müssen, Sie haben die absolute Gestaltungsfreiheit. Erfahren Sie mehr über Retargeting per E-Mail.


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Bildquelle: ©iStock.com/blackred