242015Jun

Zwei Spezialisten für eine neue Oberfläche des EMM – Teil 1

Teil 1: ivoke und AGNITAS: zwei Spezialisten für eine neue Oberfläche des EMM

Seit Anfang des Jahres hat der EMM eine neue Benutzeroberfläche, Ende August wird sie zum Standard. Der Designer Max Strebel (ivoke) und der Vorstand Entwicklung, Martin Aschoff (AGNITAS) erzählen im Gespräch mit Michael Höppner von vibrio, der PR-Agentur von AGNITAS, aus dem Nähkästchen.

Q: Herr Aschoff, wer den EMM startet, wird mit vielen Änderungen konfrontiert: Buttons befinden sich oben, Einstellungen sind geändert und in veralteten Browsern wie z.B. im Internet Explorer 8 sieht die Nutzeroberfläche gleich ganz komisch aus. Was ist da los?

Martin Aschoff: Das hängt mit dem Redesign zusammen, das wir gemeinsam mit ivoke realisiert haben. Die verbesserte Bedienung für den Benutzer steht dabei im Vordergrund. Die neue Position der Buttons verkürzt beispielsweise die Mauswege und Funktionen, wie z.B. Löschen oder Kopieren, sind immer an der gleichen Stelle zu finden. Bis 31. August haben die EMM-Nutzer noch die Gelegenheit, in die alte Ansicht zu wechseln, damit der Umstieg leichter fällt. Aber ist der einmal geschafft, profitieren sie von der neuen Oberfläche!
Wir haben uns bewusst entschieden, ältere Browser wie den IE 8 nicht zu unterstützen, weil uns dies in den Darstellungsmöglichkeiten zu stark eingeschränkt hätte und einen unverhältnismäßig hohen Entwicklungsaufwand für die wenigen Nutzer bedeutet hätte. Aus Sicherheitsgründen raten selbst die Herausgeber der veralteten Browser von deren Nutzung ab.

Q: Warum wird die alte Bedienoberfläche nach dem 31. August nicht weiter angeboten?

Martin Aschoff: Das hat verschiedene Gründe. Es war von vornherein geplant, die alte Oberfläche nur für einen befristeten Übergangszeitraum zur Verfügung zu stellen, damit die Nutzer zur Not noch einmal in die vertraute Ansicht zurückwechseln können, wenn sie sich nicht Anhieb zurecht finden. Mittlerweile arbeitet der allergrößte Teil der Anwender ausschließlich im neuen Design. Da neue Features nur noch im neuen Design integriert werden, um keinen doppelten Aufwand zu haben, ist auch der Funktionsumfang der alten Oberfläche mittlerweile nicht mehr auf dem aktuellen Stand.

Q: Herr Strebel, Ihr Unternehmen gibt es seit knapp drei Jahren. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich auf das Design von Benutzeroberflächen zu spezialisieren?

Max Strebel: Für die Qualität eines Online-Produkts ist die Zusammenarbeit zwischen Entwickler, Designer, Kunde und Nutzer wichtig. Sie kommt aber in unseren Augen meist zu kurz. Deswegen haben wir uns bei der Gründung eben darauf konzentriert. Mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass Interfaces am meisten von dieser Arbeitsweise profitieren. Gleichzeitig haben Nutzer immer höhere Ansprüche an dessen Qualität. Wir finden es spannend, an diesem Anspruch zu arbeiten.

Q: Herr Aschoff, warum haben Sie das Redesign nicht selbst durchgeführt?

Martin Aschoff: Wir hätten gar nicht das Know-how dafür, weil wir als technischer Dienstleister keine Screen-Designer und Usability-Spezialisten beschäftigen. Außerdem bietet ein Blick von außen neue Perspektiven und Anregungen, die wir aus Betriebsblindheit gar nicht mehr sehen.

Q: Wie sind Sie bei der Auswahl der Agentur vorgegangen und warum haben Sie sich für ivoke entschieden?

Martin Aschoff: Wir haben drei potenzielle Partner auf die praktischen Erfahrungen hin bewertet, die die Agentur mit Redesigns hat. Wichtig waren uns auch die verwendeten Prozesse bei Konzeption, Design und Umsetzung. ivoke hat genau die richtige Mischung aus kreativem Design und solidem Handwerk. Außerdem haben sie nicht gleich losgelegt, sondern sich die Software genau angeschaut und mit ausgewählten Kunden sowie unserem Support gesprochen.

Q: Herr Strebel, wie stellen Sie sicher, dass die Bedürfnisse der Software-Nutzer in die Gestaltung einfließen und Sie nicht am Anwender vorbei designen?

Max Strebel: Das Geheimnis lautet: gut zuhören. Bevor wir mit der Planung und Gestaltung beginnen, sammeln wir alles, was wir über die Nutzer erfahren können. Das können Analytics-Daten, direkte Nutzerbefragungen, Gespräche mit dem Support- und Sales-Team sein. Natürlich sollte man mit seinen Kunden zusammen überprüfen und anpassen.

Nächste Woche erfahren Sie im zweiten Teil des Interviews, welche Neuigkeiten das Interface bietet, und wie der Weg zu seinem Design verlief.

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Max Strebel, Geschäftsführer, Designer und Entwickler bei ivoke GmbH, hat AGNITAS im Redesign-Prozess unterstützt. Der Frontend-Entwickler war zuvor rund fünf Jahre als Junior Art Director bei One Advertising AG tätig. Herr Strebel ist Entwickler und ausgebildeter Mediengestalter.




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Martin Aschoff, Vorstand Entwicklung bei AGNITAS AG, hat 1999 die Firma gegründet und mit dem E-Marketing Manager die erste E-Mail-Marketing-Software auf dem deutschen Markt etabliert. Als Vorstand Entwicklung ist er maßgeblich für die Weiterentwicklung der Software verantwortlich.

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