Big Data

Große Datenmengen als Basis für erfolgreiches Marketing

Definition

Unter Big Data (aus dem Englischen big „groß“ und data „Daten“) versteht man das Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Quellen, um einen möglichst umfassenden Datenbestand zu gewinnen. Außerdem wird der Begriff Big Data oft im Zusammenhang mit Datenmengen verwendet, die zu groß oder zu komplex oder sich zu schnell ändern, um sie mit den klassischen Methoden der Datenverarbeitung auswerten zu können.

Daten LupeDie Daten können zum Beispiel aus jeglicher elektronischer Kommunikation, über von Firmen und Behörden gesammelte Daten stammen. Häufig sind die Daten verhaltensbasiert erhoben. Das heißt, die Daten werden nicht durch eine bewusste Eingabe ermittelt, sondern durch Beobachtung.

Berechnungen zufolge wird sich das weltweite Datenvolumen weiterhin alle zwei Jahre verdoppeln.

Big Data steht oft im Konflikt mit dem Wunsch nach einem umfassenden Zugriff auf Daten und den Persönlichkeitsrechten des Einzelnen.

Technische Voraussetzungen

Bei der Verarbeitung großer Datenmengen entstehen folgende Anforderungen an die verwendete Software:

• Viele Datensätze können parallel verarbeitet werden
• Mehrere Datenbankabfragen können zugleich bearbeitet werden
• Große Datenmengen können schnell importiert werden

Anwendungsmöglichkeiten

Folgende Anwendungsmöglichkeiten für Big Data werden in der Praxis im Online Business bereits genutzt:

• Webanalyse zur Steigerung und Optimierung von Online-Marketing-Maßnahmen
• Automatisierte Marktforschung

Vorteile von Big Data

• Zeitnahe Auswertung von Webstatistiken
• Umfassendere und schnellere Marktforschung
• Optimierung der Zielgruppenansprache
• Erkennen von Zusammenhängen und Mustern in der Verhaltensforschung

Kritik an Big Data

Begrifflichkeit

Der Begriff „Big Data“ wird zunehmend für jegliche Art von Datenverarbeitung verwendet. Je größer und unspezifischer die Datenmengen werden, desto mehr verlieren sie an Nutzen. Aus diesem Grund etabliert sich mittlerweile der Begriff „Smart Data„, da hier die intelligente Verarbeitung von Daten im Vordergrund steht.

Datenschutz

Unternehmen, die sich vor allem durch Werbung finanzieren, arbeiten seit Jahren mit Big Data. Dadurch wird Unternehmen wie Google oder Facebook zwangsläufig eine sehr große Macht bezüglich der Userdaten zugewiesen. Zudem steigt dadurch das Risiko des Datenmissbrauchs, was dem einzelnen Bürger Schaden kann.

Privatsphäre

Mit der großen Menge an Daten können präzise Nutzerprofile über den Einzelnen angelegt werden. Dies bedeutet einen massiven Eingriff in die Privatsphäre des Users. Unternehmen, die mit Big Data arbeiten, müssen ihre Webseiten Besucher deshalb darüber aufklären, dass Nutzerdaten weiterverarbeitet werden.

Analysemethoden

Ein weiterer kritischer Aspekt bei Big Data ist die Analysemethode, welche für die Auswertung der großen Datenmenge verwendet wird. Diese basiert vorrangig auf Algorithmen und ist daher oftmals nicht sehr präzise.


Big Data bei AGNITAS

Big Data wird zu Smart DataBig Data spielt bei AGNITAS natürlich eine wichtige Rolle: Zum einen erheben wir selbst laufend für unsere Kunden große Datenmengen, z.B. wer öffnet wann und über welches Gerät, welche Links werden bevorzugt geklickt, welche Produkte werden gekauft etc, zum anderen erhalten wir von unseren Kunden regelmäßig große Datenmengen. Damit diese Daten sinnvoll genutzt werden können, ist es enorm wichtig ein intelligentes Lead Management zu betreiben. Somit stehen Ihnen die Daten auch für die Zielgruppenbildung bis hin zur One-to-One-Kommunikation zur Verfügung. Außerdem wird Marketing Automation immer entscheidender. Planen Sie mit dem Kampagnen Manager individuelle Kampagnen mit Triggermailings, die unmittelbar auf den Reaktionen des Empfängers aufsetzen. So wird Big Data für Sie zu Smart Data!


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Bildquelle: ©iStock.com/kr7ysztof